Töne, Intervalle und Zirkeltypen
Es gibt 12 Töne. Man kann sie nacheinander (in Halbtonschritten) aufschreiben. Sie liegen sowohl auf dem Griffbrett als auch auf der Klaviertastatur direkt nebeneinander. Von welchem Ton man anfängt ist egal. Im nachfolgenden Beispiel wird mit dem Ton c angefangen. Diese Folge heißt chromatische Tonleiter oder Chromatik. Wird der Anfang und das Ende miteinander verbunden, entsteht ein Kreislauf. Diesen nennt man dann den kleinen Sekundenzirkel oder den großen Septimenzirkel, je nach Durchlaufrichtung und Sichtweise.
c – cis/des – d – dis/es – e – f – fis/ges – g – gis/as – a – ais/b – h
| Bedeutung | Elemente |
|---|---|
| 0 – Prime | [1] - (bedeutet ohne Grundton) |
| 1 – kleine Sekunde (Halbtonschritt) | |
| 2 – große Sekunde (Ganztonschritt) | [2] |
| 3 – kleine Terz | [m] / [Moll] |
| 4 – große Terz | [Dur] |
| 5 – Quarte | [4] / [11] |
| 6 – übermäßige Quarte / verminderte Quinte / Tritonus | [5-] / [-] |
| 7 – Quinte | |
| 8 – kleine Sexte / übermäßige Quinte | [5+] / [+] |
| 9 – große Sexte / verminderte Septime | [7-] / [*] / [6] / [13] |
| 10 – kleine Septime | [7 ] / [Dominant 7] |
| 11 – große Septime | [j7] / [Major 7] |
| 12 – Oktave | |
| 13 – kleine None | [9-] / [b9] |
| 14 – große None | [9] |
Die Abstände zwischen zwei Tönen heißen Intervalle. Die Zahlen links daneben geben die Halbtonschritte vom ersten zum zweiten Ton an. Häufige Abkürzungen stehen in der rechten Spalte.
Beachten Sie auch die Umkehrungen der Intervalle, beispielsweise ist eine kleine Sekunde aufwärts von einem bestimmten Ausgangston aus gesehen, der gleiche Ton, wie eine große Septime abwärts und umgekehrt.
Der Tritonus unterteilt die Oktave in zwei gleich große Hälften. Er zählt als einer der schärfsten Dissonanzen.
Eine andere Visualisierung der Töne ist, sie in Quint- oder Quart-Abständen aufzuschreiben.
Quartenzirkel / Quintenzirkel
c – f – ais/b – dis/es – gis/as – cis/des – fis/ges – h – e – a – d – g
Der Quartenzirkel ist nichts anderes, als der Quintenzirkel rückwärts gelesen und umgekehrt. Man spricht allgemein vom Quintenzirkel wenn die Richtung in die man sich bewegt klar ist.
Der Quintenzirkel ist die Grundlage jeder musikalischen Bewegung und sollte gelernt werden.
Visualisieren Sie sich die Töne des Quintenzirkels auf einem Blatt Papier in einem Kreis. Halten Sie dieses Blatt bei Ihren Unterlagen, denn Sie werden es noch öfter brauchen.
Es gibt nur vier Zirkel, mit denen man alle zwölf Töne erzeugen kann. Diese haben Sie schon kennengelernt.
Wird die Richtung in der diese vier Zirkel durchlaufen werden vernachlässigt, erhält man zwei verschiedene Zirkeltypen. Von allen anderen Zirkeln brauchen Sie mehrere um alle Töne zu erhalten.
c – d – e – fis/ges – gis/as – ais/b
cis/des – dis/es – f – g – a – h
c – dis/es – fis/ges – a
cis/des – e – g – ais/b
d – f – gis/as – h
c – e – gis/as
cis/des – f – a
d – fis/ges – ais/b
dis/es – g – h
c – fis/ges
cis/des – g
d – gis/as
dis/es – a
e – ais/b
f – h
Diese Zirkel sind wichtig für das spätere Verständnis zur Umdeutung von Akkorden, und Sie werden dann wieder auf diese Zirkel zurückgreifen müssen.
Da man jeden der sechs Zirkeltypen in zwei Richtungen durchlaufen kann, gibt es 12 Zirkel, die der Schrittweite von den Intervallen entsprechen. Beim Nachzählen muß man den Trinutus doppelt zählen, da er sein eigenes Umkehrintervall ist. Uns interessieren in Zukunft aber nur diese sechs Typen von Zirkel.